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Verhalten bei Erkrankungen nach Pilzverzehr

- Bei einem Unwohlsein nach dem Pilzverzehr muß es sich nicht immer um eine Pilzvergiftung handeln. Die Ursachen können auch in einer zu fetten und/oder zu großen Pilzmahlzeit oder außerhalb der Pilzmahlzeit liegende Ursachen haben. Es gibt auch individuelle Unverträglichkeiten und Allergien gegenüber manchen Pilzarten.

Besteht jedoch der Verdacht, dass es sich um eine Pilzvergiftung handelt, sind folgende Maßnahmen unverzüglich einzuleiten!

- Ärztliche Hilfe suchen
Einen Arzt verständigen oder sofort zum Arzt bzw. gleich zum nächstgelegenen Krankenhaus bringen.

- Erbrechen hervorrufen
Magen durch mechanische Reizung (Kitzeln am Schlund - Finger in den Hals) entleeren. Das Erbrochene zum Arzt mitnehmen oder sicherstellen (kühl aufbewahren).

- Erkrankten beruhigen
Möglichst ruhig liegen und warm zudecken.

- Reste von Sammelgut und Pilzmahlzeit sicherstellen
Alle nicht verwendeten Pilze, Pilzputzreste und noch vorhandene Speisereste kühl aufbewahren.

- Erreichbarkeit des nächsten Pilzsachverständigen ermitteln (gegebenenfalls über Giftinformationszentren, siehe unten)
- Pilzsachverständigen über den Verdacht einer Pilzvergiftung informieren und nach Absprache die sichergestellten Pilze und Putzreste vorlegen.
- Die Erreichbarkeit des Pilzsachverständigen dem behandelnden Arzt für Nachfragen hinterlegen.


Achtung:
- keinesfalls Alkohol oder Milch trinken lassen.
- jede Verabreichung von Mitteln aus der Hausapotheke unterlassen.

Pilzberatung  |  reinhard56@pilzsalat.de