Schutz vor Pilzvergiftungen
- Essen Sie nur Pilze, die Sie mit Sicherheit als essbar kennen. Pilze die Sie mit Pilzbestimmungsbüchern als "essbar" bestimmt haben (zur Bestimmung benutzen Sie bitte mindestens zwei unterschiedliche Pilzbestimmungsbücher), sollten Sie das erste Mal in geringen Mengen verzehren. Im Zweifelsfall ist ein Pilzberater oder eine Pilzberatungsstelle aufzusuchen. Eine Pilzberatung erfolgt kostenlos.
- Speisepilze haben meist einen oder mehrere giftige Doppelgänger. Als Speisepilzsammler müssen Sie sich diese giftigen Vertreter einprägen. Allgemeingültige Kennzeichen, um essbare von giftigen Pilzen zu unterscheiden, gibt es nicht. Hier hilft nur: Bestimmungsarbeit mit unterschiedlichen Pilzbüchern, Besuch von Pilzausstellungen und Teilnahme an Pilzwanderungen sowie an Pilzvorträgen.
- Immer noch hört man, dass am Schwarzwerden eines mitgekochten Silberlöffels oder der Zwiebel man erkennen könne, ob die Mahlzeit Giftpilze enthält. Dem ist nicht so! Wer das glaubt, unterliegt einem gefährlichen Irrtum. Wildtiere, Schnecken und Maden fressen auch für Menschen lebensgefährliche Giftpilze an und nehmen keinen Schaden. Dies ist also auch kein Hinweis auf einen ungefährlichen Verzehr dieser Pilze. Und noch ein Hinweis. Am bitteren oder brennenden Geschmack oder an einem unangenehmen Geruch kann man nicht den Giftpilz erkennen. Sie sollen nach Literaturangaben so gar "sehr gut" schmecken.